Dell UltraSharp U3415W im Test

„Begeben Sie sich in eine andere Welt“ – mit diesen Worten bewirbt Dell selbstbewusst seinen neuen Premium Monitor mit Curved Display . Ob der Dell U3415W hält was er verspricht und welche Erfahrungen ich mit dem 34 Zoll Ultrawide HD Monitor gemacht habe erfährst du in diesem Testbericht.Dell U3415W Test

Gesucht: Der Multimedia-Monitor für gehobene Ansprüche

Als Hobby-Fotograf mit professioneller Ausrüstung verbringe ich einen Großteil meiner Zeit am Computer. Bilder wollen angeschaut, sortiert, bearbeitet und entwickelt werden. Ein enormer Aufwand, bei dem es auf Details ankommt. Die Auflösung sollte im Vergleich zum alten BenQ also steigen, gleichzeitig sollte die Bildschirmdiagonale von 24 Zoll gesteigert werden.

Und dann ist da noch das Gaming. Täglich verbringe ich mindestens eine Stunde damit, digitale Tore zu schießen, Städte zu errichten oder mich mit Freunden am Controller zu prügeln. Also musste die Reaktionszeit stimmen, damit es nicht zu unschönen Nachzieh-Effekten kommt.

Besonders beeindruckend ist der Sehgenuss mit einem gewölbten Monitor. Unser Kauftipp für ein Curved-Modell gilt dem besten Monitor im Ultrabreitbild 21:9, dem Dell U3415W. – Stiftung Warentest

Nach einer ausführlichen Recherche, traf ich auf den Dell UltraSharp U3415W, einen Curved-Monitor mit 34 Zoll Bildschirmdiagonale und der riesigen Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln. Sofort war ich von dem Format und den Technischen Daten des Monitors begeistert.

Ein genauer Blick auf Testberichte und Kundenerfahrungen ließen keinen Grund zum Zweifel: Das wird mein neuer Monitor! Im direkten Vergleich mit Curved WQHD Modellen anderer Hersteller war der Dell nicht nur preislich attraktiver, er sagte mir durch die bessere Ergonomie, den vielen Anschüssen und der schlichten Optik einfach mehr zu.

Stiftung Warentest: Dell UltraSharp U3415W im Vergleich
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Dell U3415W Unboxing und Aufbau

Nachdem ich den Dell U3415W bei Amazon bestellte, dauerte es gerade mal zwei Tage bis der Paketbote mit einem enormen Karton vor der Tür stand. Klar, knapp 87 Zentimer (34 Zoll) plus Zubehör in einem ansprechenden Karton wollen auch erstmal präsentiert werden. Hier gibt sich Dell allergrößte Mühe zu zeigen, dass der Empfänger ein hochwertiges Stück Technik erhält.

Nachdem ich dem Postboten einen freundlichen Gruß mit auf den Weg gab, ging es an die Öffnung und Betrachtung des Kartons. Der Paketbote hatte den Dell in meinem Wohnungsflur abgestellt und jetzt spürte ich erstmals, was 34 Zoll wirklich bedeuten: 18 Kilogramm bewegte ich sichtlich angestrengt Richtung Arbeitszimmer, immer darauf bedacht, bloß keinen Schaden am Karton zu verursachen.

Der Standfuß des U3415W mit integrierter Kabelführung ist erfreulich solide und gut durchdacht. Er ermöglicht den wuchtigen Monitor spielend einfach zu drehen, zu neigen oder in der Höhe zu verstellen.

Beim Öffnen des Kartons wurde mir klar, warum das Gewicht so groß ist. Nicht etwa das Display macht den Großteil aus, sondern der beiliegende und äußerst ansprechende Standfuß.

Glücklicherweise verzichtet Dell beim UltraSharp U3415W darauf, Schrauben und Muttern zum Zusammenbauen zu verwenden. Stattdessen genügt es, das Display und den Standfuß an den richtigen Stellen übereinanderzustellen und sanft ineinander zustecken. Ein kurzes Klicken verrät, dass jetzt alles fest verankert ist und der Aufbau fortgeführt werden kann. Dank massiven Standfuß steht der Monitor solide auf dem Schreibtisch. Da habe ich schon schlimmere Experimente erlebt, gerade bei großformatigen TV-Geräten.

Anschließen und erster Eindruck

Mit dem beiliegenden Kaltgerätestecker und HDMI Kabel ging das Anschließen des Dell-Monitors an meinen Computer ebenso einfach vonstatten. Wer stattdessen ein Apple-Produkt mit DisplayPort sein Eigen nennt, kann dank eines mitgelieferten Anschlusses und Kabel ebenso flink beginnen. Schnell noch die passende Höhe eingestellt und schon war der Dell UltraSharp U3415W bereit für seine vielfältigen Aufgaben.

Bereits beim ersten Einschalten fällt die enorme Größe auf, die den Nutzer dank der gebogenen Form wunderbar umschließt. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man einen flachen, kleinen Monitor vor sich hat, der rundherum einen weiten Blick auf die Wand dahinter zulässt, oder sich komplett vom Bild vereinnahmen lässt. Dabei ist die “Kurve” des Dell-Displays gar nicht sonderlich steil. Es genügt bereits eine sanfte Neigung, um bei mir ein völlig neues Blickgefühl zu entwickeln.

Windows stellte sich sofort auf die neue Hardware ein und ich staunte nicht schlecht. Die Arbeitsfläche ist überwältigend. Statt 1920 x 1200 Pixel tummeln sich nun 3440×1440 Pixel vor mir. Keinen einziger Pixelfehler konnte ich ausmachen. Daraus resultiert eine Brillanz, die ich so zuvor selten erlebte.

Das IPS-Panel sorgt dafür, dass Farben kräftig und doch natürlich erscheinen. Vergleiche ich das Bild mit dem alten Monitor, ist das wie ein Blick in die Vergangenheit: Flaues Farbbild, “normale” Bilddarstellung und ein im Vergleich winziges Display. Hilfreich ist übrigens auch der mitgelieferte “Dell Display Manager”, der dem User beim Import mehrerer Videoquellen hilfreich bei der Anordnung zur Seite steht. An die enorme Arbeitsfläche hat man sich schnell gewöhnt und ich möchte diese nicht mehr missen.

Fazit zum Aufbau: Der schnelle und unkomplizierte Aufbau des Dell UltraSharp U3415W ist ein Pluspunkt, sollte jedoch nicht überbewertet werden. Es ist toll, dass es Dell geschafft hat, den schweren Monitor mit einem einfachen Aufbau zu kombinieren. Dennoch ist das System nicht revolutionär. Anders sieht es schon bei der Installation aus. Bereits der erste Blick auf den neuen Monitor lässt erahnen, wohin die optische Reise geht: Der Desktop wird vergrößert, die Bildschärfe erhöht. Zusätzlich überzeugen die Anschlussmöglichkeiten: Zweimal HDMI, zweimal DisplayPort-Ausgang, zweimal DisplayPort-Eingang, eine 3,5 mm-Klinkenbuchse. Mehr braucht es nun wirklich nicht.

Curved Ultrasharp Display: Bildqualität und Arbeitsfläche in Photoshop und Co

Bei der Bildbearbeitung spielt der Dell UltraSharp seine Stärken vollendes aus. Kämpfte ich zuvor mit der Anordnung der verschiedenen Tools und Schaltflächen, und versperrte mir ein ums andere mal den Blick auf das zu bearbeitende Bild, genieße ich beim Dell die Freiheit.

Sowohl die Fotografie als auch die Schaltflächen können im angenehmen Abstand voneinander frei platziert werden. Wenn ich will, kann ich sogar noch die Adobe Bridge öffnen, um mir einen Überblick über alle Bilder zu verschaffen. Ein ständiger Wechsel zwischen den Tabs ist nicht notwendig und gehört der Vergangenheit an. Man merkt schnell, dass der Dell UltraSharp genau für dieses Einsatzgebiet konzipiert wurde.

Dell U3415W Curved Ultrasharp Display

Die Farbwiedergabe ist hervorragend und das Gefühl, die komplette Kontrolle über feine Nuancen des Bildes zu haben, erlebte ich vorher nie in dieser Art. Selbst kleinste Änderungen an der Temperatur des Fotos werden sichtbar. Fast wirkt es so, als würde ich Farben wahrnehmen, die es vorher auf Bildern nur sehr schwach gab. Der Eindruck bestätigt sich, wenn ich mir ähnliche Bilder auf dem alten Monitor anschaue. Das Ergebnis wird von einigen Profi-Tests bestätigt.

Beim Graustufen-Test wird jede Nuance fein dargestellt, es kommt zu keinen Überschneidungen. Die Blickwinkel Abhängigkeit ist dank IPS Panel sehr gut. Vor allem bei einem derart großem Monitor sollte man bedenken das sich der Blickwinkel zu den Rändern hin trotz leichter Display Krümmung ändert. Auch bei sehr schrägem Blickwinkel von der Seite bleiben beim Dell U3415W die Farben stabil. Die Bildschärfe, Farbgenauigkeit und Blickwinkel sind hervorragend. Profitests sprechen von 96% sRGB Abdeckung ohne Kalibrierung ab Werk.

Fazit zum Arbeiten mit Photoshop: Nie zuvor erlebte ich das gleiche Gefühl bei der Bildbearbeitung. Es mag übertrieben klingen, aber mein Blick auf die Bilder hat sich durch den Dell UltraSharp U3415W geändert. Kämpfte ich vor dem Kauf mit falsch positionierten Schaltflächen und flauen Farben, kann ich mich nun stundenlang durch die perfekte Komposition klicken, ohne von der Kernarbeit abgelenkt zu werden.

Die Bildbearbeitung, und sicher auch Videobearbeitung, ist die große Stärke des Dell. Der U3415W bietet dabei mehr Arbeitsfläche als zwei 24 Zoll Full HD Monitore ohne die störenden Monitorränder (Bezel) eines Dual Monitor Setups in der Bildmitte oder Probleme beim exakten kalibrieren von zwei Monitoren.

Gaming und Multimedia mit dem Dell U3415W

Den letzten ausführlichen und wichtigen Testparcours musste der Dell UltraSharp U3415W dann beim Gaming hinter sich bringen. Mit den Spielen FIFA 15, Dark Souls und Cities:Skylines überprüfte ich, ob sich der Monitor mit dem außergewöhnlichen Format auch für Gaming-Freunde eignet. Grundsätzliches Ergebnis: Ja, aber man sollte die enorme Auflösung nicht unterschätzen…

Bereits bei FIFA traten die ersten Probleme auf, die jedoch nicht Dell zugeschrieben werden können. Das Spiel unterstützt die Auflösung nicht. Dadurch entstehen an den Rändern schwarze Balken, die man auch schon vom Umstieg von 4:3 auf 16:9 kennt. Das Problem lässt sich auch mit einem Patch nicht beheben und so bleibt bloß die Möglichkeit, sich an der hohen Auflösung zu erfreuen. Wer also ein neues Spiel kauft, sollte vorher schauen, ob die Auflösung nativ oder per Patch unterstützt wird. Sofern dies geben ist erwartet einen ein beeindruckend scharfes Spielerlebnis in das man dank des gebogenen 21:9 Displays regelrecht eintaucht.

Weiterhin erfreulich: Die Reaktionszeit des Displays macht beim Spielen einen guten Eindruck. Einen Nachzieh-Effekt des Balles kaum wahrnehmbar. Auch Shooter lassen sich problemlos ohne sichtbare Schlieren spielen.

Bei Cities:Skylines gab es keinerlei Probleme; und erstmals erlebte ich den Mehrwert des Riesendisplays. Meine Stadt konnte ich zum ersten mal in voller Pracht betrachten, die Dimensionen steigern das Spielerlebnis sogar noch weiter. Die Farbwiedergabe und Schärfe in dem Gewusel auf dem Bildschirm war und ist beeindruckend.

Das gleiche Bild bot sich bei Dark Souls. Das düstere Spiel konnte in voller Bildschirmbreite gestartet werden und lief flüssig. Bedenken hatte ich bezüglich Lichthöfen in den Monitor Ecken, auch Clouding bezeichnet, von denen ich gelesen habe. Glücklicherweise fallen diese bei meinem Monitor kaum ins Gewicht.

Bei komplett schwarzem Bild ist eine leichte Aufhellung in den Ecken wahrnehmbar, in dem Umfang für mich jedoch völlig unproblematisch. Möglicherweise betrifft das Problem nur die alten Rev. 1 Modelle und Dell hat in der aktuellen Rev. 2 bereits nachgebessert.

Fazit zum Gaming: Der Dell UltraSharp U3415W ist ein Exot. Die hohe Auflösung und das spezielle Format sind in der Gaming-Welt noch nicht überall angekommen. FIFA lässt sich sogar nur mit schwarzen Rändern spielen. Dabei zeigt ein Blick auf Cities:Skylines oder andere Spiele, dass das neue Format einen Mehrwert bietet.

Das Verhältnis 21:9 kommt dem normalen Sehverhalten näher als das “normale” Breitbild. Gerade bei Rennspielen entfaltet sich ein besonderes Spielgefühl, dass den Spieler regelrecht in das Spiel hineinzieht.

Klarer Sound ohne zusätzliche Lautsprecher

Lautsprecher in einem Monitor? Eigentlich kein Ausstattungsmerkmal auf das ich bei einem Bilschirm Wert lege. Trotzdem war ich positiv überrascht. Das liegt im besonderen Maße an der Konstruktion. Die 2 x 9 Watt Stereo Lautsprecher sind unsichtbar in der Unterseite des Displays entlang integriert. Und egal, ob Gitarrensounds oder Electro Musik – der Ton stimmt immer. Es ist kein Übersteuern festzustellen und besonders Stimmen erklingen fein und klar. Der musikalische Umstieg von meinen PC Lautsprechern fiel mir deshalb nicht sonderlich schwer. Allerdings muss man das in Relation sehen.

Beim Anschauen eines Films oder beim Spielen kommt der Klang nicht an die heimische Stereoanlage heran. Muss er aber auch gar nicht. Für ein Youtube-Video oder Musik beim Arbeiten genügt der Sound allemal. Wenn es doch mal ein Game oder Blockbuster sein soll, dann schließe ich einfach meine Kopfhörer an den Audio Ausgang des Monitors und habe ein perfektes Klangerlebnis. Mir gefällt es auf externe Lautsprecher verzichten zu können, so sieht mein Schreibtisch aufgeräumter aus und der Monitor kommt ein Stück besser zur Geltung.

Fazit zum Sound: Klare Töne, kein Übersteuern, viele Anschlussmöglichkeiten. Der Dell UltraSharp funktioniert als Ersatz für kleine Schreibtisch-Boxen und macht eine erstaunlich gute Figur. Musik und Online-Videos werden problemlos und in guter Qualität abgespielt. Wer Kinosound am Arbeitsplatz haben will, erwartet dann aber doch etwas viel.

Fazit zum Dell U3415W

Nach drei Monaten des intensiven Testens kann ich feststellen, dass der Dell UltraSharp U3415W mein tägliches Arbeiten bereichert. Die Vorteile des riesigen Displays überwiegen klar. Gerade bei der Bildbearbeitung möchte ich das breite Format und die hohe Auflösung nicht mehr missen. Kein Umherschalten zwischen verschiedenen Tabs, alle Werkzeuge können bequem angeordnet werden. Und auch mit dem Gamecontroller in der Hand ergibt das Format Sinn. Die Bildqualität ist, subjektiv gesehen, über jeden Zweifel erhaben, der Ton steht dem in nichts nach. Dell hat mit dem UltraSharp ein tolles Stück Technik auf die Beine gestellt. Da kann ich auch über die fummelige Touch-Bedienung des Monitors hinwegsehen; oder über die Tatsache, dass sich an den Ecken leichte Lichthöfe bilden. Denn am Ende des Arbeitstages kann ich den Monitor mit einem zufriedenen Gefühl abschalten und mich immer wieder aufs Neue über die Optik und Leistung

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